Aufgaben Thema 1 – „getrennte Sammlung“:

Das Aufgabengebiet umfasst zunächst die Quantifizierung der Materialflüsse der genannten Siedlungsabfallfraktionen für den Status-quo, unterschieden nach deren Gehalt in getrennt gesammelten Abfällen und gemeinsam gesammeltem Restmüll. In geplanten Sortieranalysen sollen zusätzliche Daten dazu erhoben werden. Diese zielen nicht nur auf den Gehalt der Siedlungsabfallfraktionen im jeweiligen Abfallstrom ab, sondern auch auf dessen Qualität hinsichtlich der Recyclingfähigkeit (z.B. automatisierte Trennbarkeit, Anteil an Schad- und Störstoffen, Verunreinigungen). Anschließend sollen Szenarien für eine optimierte getrennte Sammlung der betrachteten Siedlungsabfallfraktionen entwickelt werden. Für diese Szenarien sollen in weiterer Folge Materialflüsse und die dabei erzielbaren Materialqualitäten modelliert werden. Es soll dabei auch berücksichtigt werden, dass sich Siedlungsabfälle in ihrer Eigenschaft ändern können. So kann etwa durch gesetzliche Maßnahmen der Anteil von Einweg-Getränkeverpackungen wie Kunststoffflaschen oder Aluminiumdosen sinken (Stichwort: Einweg- und Mehrwegpfand). Gleichzeitig ist es vorstellbar, dass manche Produkte durch komplexere ersetzt werden (Beispiel: Hohlkörper aus mit Kunststoff beschichtetem Karton statt reinem Kunststoff) und grundsätzlich in ihrer Menge ansteigen (Beispiel: Zunahme von Verpackungsmaterial für Essenslieferungen, Coffee-to-go, etc.). Beispiele wie diese sollen bei den Szenarien durch Modellierung berücksichtigt werden. Im Anschluss daran sollen sowohl der Status quo, als auch die Szenarien bewertet werden, hinsichtlich deren ökonomischer und Umwelteffizienz.

Aufgaben Thema 2 – „Rost- und Bettaschen“:

Zunächst werden Daten zur Menge und Zusammensetzung von Rost- und Bettaschen, zu Technologien für deren Aufbereitung hinsichtlich der Aussortierung von recyclingfähigen Siedlungsabfallfraktionen (Schwerpunkt Glas, Metall, Mineralische Fraktion) bzw. zu möglichen Anwendungen dieser Fraktionen unter Berücksichtigung deren Materialqualität, erhoben. Anschließend sollen Rost- und Bettaschen ausgewählter Müllverbrennungsanlagen in Österreich untersucht und charakterisiert werden. Basierend auf diesen Ergebnissen werden Großversuche zur Aufbereitung dieser Aschen an einer bestehenden Anlage, inklusive Versuchs- und Probenahmeplanung und Auswertung der Ergebnisse (auch im Labor), durchgeführt. Mit den abgetrennten Fraktionen werden in weiterer Folge Versuche zur Abtrennung von Glas sowie Produktionstests zur Herstellung von Beton und Portlandzementklinker umgesetzt. Abschließend wird der Einfluss veränderter Zusammensetzungen und Eigenschaften der verbrannten Abfälle auf die Rost- und Bettaschen bzw. die in der Aufbereitung simulierten Fraktionen und Produkte modelliert und die ökonomischen und Umweltauswirkungen der untersuchten Verfahrensschritte ermittelt.


Wenn euer Interesse geweckt wurde schaut könnt ihr näheres in folgendem Dokument erfahren!